Einerseits. Mit – ästhetischem und sprachlichem – Entsetzen einige Sätze aus österreichischen Schulbüchern gelesen. Was geschieht da mit unserer Sprache? Wollen wir jungen Menschen die Lust am Lesen nehmen, anstatt sie zu fördern?

Zuerst kam die politische Korrektheit, die viel zu oft zur Gedankenpolizei eskaliert. Die Steigerung dieser Political-Correctness ist wohl nun die Gender-Correctness. Gesellschaftsfähig ist man demnach erst, wenn man einer akademischen Mode zuliebe sämtliches Sprachgefühl aufgibt.

 

Andererseits. Wenn schon zwecks Gleichstellung die Sprache kaputt gemacht wird, wie passt für die Fortschrittlichen und Toleranten dieser Welt dann zusammen, dass die Darstellung diverser Transsexueller und Transvestiten als Pin-up-Girl als grandios gefeiert wird?

 

Die Frage: wollten wir "alte" Feministinnen das wirklich so?

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Nachdenken über das 20. Jahrhundert

von Judt, Tony
Zusammen mit Timothy Snyder; Übersetzt von Matthias Fienbork
416 Seiten; 220 mm x 152 mm
2013 Hanser, Carl
ISBN 978-3-446-24139-8
Verfügbar oder lieferbar in 48 Stunden


Preis: 25.60 EUR (inkl.USt.) 
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Hauptbeschreibung
Das 20. Jahrhundert war das Zeitalter der politischen Visionen. Die unversöhnlichen Konflikte zwischen Kommunismus, Liberalismus und Faschismus hinterließen auch in Tony Judts Familie tiefe Spuren: seine Cousine starb in Auschwitz, sein Vater war Marxist, er selbst begeisterte sich für die Kibbuz-Bewegung in Israel, erlebte 1968 in Paris, das neoliberale Großbritannien unter Thatcher und schließlich, 1989, das Ende des Kommunismus in Europa. In seinem letzten Buch verbindet der 2010 verstorbene Historiker, unterstützt von seinem Freund Timothy Snyder, kenntnisreich und kritisch die persönliche Erinnerung mit einer Bilanz der großen politischen Ideen der Moderne. Ein Buch, das selbst Geschichte machen wird.





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