Sind wir Buchh√§ndler Verwegene? Sind wir Tr√§umer? K√§mpfen wir Don-Quichotte m√§√üig gegen Windm√ľhlen? Oder sind wir einfach nur Feiglinge, die die Realit√§ten der Welt 2.0 nicht sehen wollen?

Mag alles sein ¬Ė und dennoch wird einigen von uns nicht zu helfen sein. Wir sind und bleiben K√§mpfer. Nicht gegen etwas, sondern f√ľr etwas. N√§mlich f√ľr den Erhalt von unabh√§ngigen Buchhandlungen, f√ľr den Respekt vor Lesern und Autoren, f√ľr das Individuum, nicht den Algorithmus "Mensch", f√ľr die Kultur und die Lebendigkeit in den St√§dten.

Je mehr Mitkämpfer wir nach dem Motto "Read global, by local" gewinnen können, desto vielfältiger wird auch unsere Welt bleiben.
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Der Kalte
Roman

von Robert Schindel
660 Seiten; 204 mm x 135 mm
2013 Suhrkamp
ISBN 978-3-518-42355-4
Sofort verf√ľgbar oder abholbereit


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Langtext
√Ėsterreich in den "Waldheimjahren" zwischen 1985 und 1989. Drei "Kulturk√§mpfe" toben nebeneinander und sind doch untrennbar miteinander verbunden: der Kampf um einen neuen Staatspr√§sidenten, der Kampf um ein Antifaschismusdenkmal und der Kampf um "das" Theater, "die Burg". Und inmitten dieser Auseinandersetzungen k√§mpft ein Einzelner, k√§mpft gegen das Vergessen und Verdr√§ngen der NS-Zeit: der Spanienveteran und KZ-√úberlebende Edmund Fraul. Dieser Fraul ist das Zentrum aller Bewegung: Dem Lager nie entkommen, bis ins Mark kalt, merkt er selbst, dass er Gef√ľhle nicht √§u√üern, nicht einmal sp√ľren kann. Bis er auf seinen ziellosen Wanderungen durch Wien einem ehemaligen KZ-Aufseher begegnet und mit ihm ins Gespr√§ch kommt: √ľber Auschwitz. In seinem lang erwarteten zweiten Roman nach "Geb√ľrtig" f√ľhrt uns Robert Schindel erneut in den Wiener Kosmos: in eine Welt politischer, k√ľnstlerischer und menschlicher Gegens√§tze, Feindschaften, Amouren, Bindungen und Zerrei√üproben. In ein Geflecht von Trag√∂dien und Liebesgeschichten, die so gut gl√ľcklich enden k√∂nnen wie t√∂dlich. Figurenreich und vielperspektivisch ist dieser Roman, weltst√§dtisch und detailverliebt, so k√§mpferisch wie sanft und von gro√üer sprachlicher Sch√∂nheit und getragen von der Hoffnung, dass Blut und W√§rme einer neuen Zeit in die gefrorenen Charaktere und in den K√∂rper einer ver√§nderten Gesellschaft zur√ľckkehren.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Robert Schindel, geboren 1944 in Bad Hall bei Linz, ist Lyriker, Autor, Regisseur. Die Zeit des Nationalsozialismus √ľberlebte er als Kind j√ľdischer Kommunisten in Wien. Er war Wortf√ľhrer der radikalen Studentenbewegung Kommune Wien und Mitbegr√ľnder der Gruppe Hundsblume . 2009 wurde er als Professor an die Wiener Universit√§t f√ľr angewandte Kunst berufen. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem "Erich-Fried-Preis" (1993), dem "Eduard-M√∂rike-Preis" (2000), dem "Preis der Stadt Wien f√ľr Literatur" (2003), dem "Jakob-Wassermann-Literaturpreis" (2007) und dem "Heinrich-Mann-Preis" (2014).





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