Erstaunliches erreicht uns aus der Schweiz:das Forschungsinstitut CERN setzt neue Maßstäbe. In der Fachzeitschrift "Physical Review Letters´" ist ein Artikel über die Masse des Higgs-Teilchens erschienen. Er umfasst 33 Seiten. Ganze 9 davon beschreiben die wissenschaftlichen Details, der Rest, d.h. auf unglaublichen 24 Seiten, folgt die Auflistung der Autoren und deren Institute. Das sind in Zahlen 5154 Namen.
Da stellt man sich doch einige Fragen, was sich die hochgeschätzten Wissenschaftler dabei gedacht haben. Unbedingte Fairness? Ökonomie der Aufmerksamkeit? Ein Scherz? Hintergründige Selbstironie? Oder gar der pure Egoismus?
Aber auch: wie haben sie die E-Mail Korrespondenz gehandhabt? Oder die Brecht’sche Frage, welcher bedauernswerter Mensch hat die Namen für die Einreichung des Artikels eingetippt?  
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Der Kalte Roman
Roman

von Schindel, Robert
660 Seiten; 204 mm x 133 mm
2013 Suhrkamp
ISBN 978-3-518-42355-4
Sofort verf├╝gbar oder abholbereit
lagernd, Filiale Wiedner Hauptstr. 13


Preis: 25.70 EUR (inkl.USt.) 
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Hauptbeschreibung
├ľsterreich in den ┬╗Waldheimjahren┬ź zwischen 1985 und 1989. Drei ┬╗Kulturk├Ąmpfe┬ź toben nebeneinander und sind doch untrennbar miteinander verbunden: der Kampf um einen neuen Staatspr├Ąsidenten, der Kampf um ein Antifaschismusdenkmal und der Kampf um ┬╗das┬ź Theater, ┬╗die Burg┬ź. Und inmitten dieser Auseinandersetzungen k├Ąmpft ein Einzelner, k├Ąmpft gegen das Vergessen und Verdr├Ąngen der NS-Zeit: der Spanienveteran und KZ-├ťberlebende Edmund Fraul. Dieser Fraul ist das Zentrum aller Bewegung: Dem Lager nie entkommen, bis ins Mark kalt, merkt er selbst, dass er Gef├╝hle nicht ├Ąu├čern, nicht einmal sp├╝ren kann. Bis er auf seinen ziellosen Wanderungen durch Wien einem ehemaligen KZ-Aufseher begegnet und mit ihm ins Gespr├Ąch kommt: ├╝ber Auschwitz.
In seinem lang erwarteten zweiten Roman nach ┬╗Geb├╝rtig┬ź f├╝hrt uns Robert Schindel erneut in den Wiener Kosmos: in eine Welt politischer, k├╝nstlerischer und menschlicher Gegens├Ątze, Feindschaften, Amouren, Bindungen und Zerrei├čproben. In ein Geflecht von Trag├Âdien und Liebesgeschichten, die so gut gl├╝cklich enden k├Ânnen wie t├Âdlich. Figurenreich und vielperspektivisch ist dieser Roman, weltst├Ądtisch und detailverliebt, so k├Ąmpferisch wie sanft und von gro├čer sprachlicher Sch├Ânheit ? und getragen von der Hoffnung, dass Blut und W├Ąrme einer neuen Zeit in die gefrorenen Charaktere und in den K├Ârper einer ver├Ąnderten Gesellschaft zur├╝ckkehren.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Robert Schindel, geboren 1944 in Bad Hall bei Linz, ist Lyriker, Autor, Regisseur. Die Zeit des Nationalsozialismus überlebte er als Kind jüdischer Kommunisten in Wien. Er war Wortführer der radikalen Studentenbewegung Kommune Wien und Mitbegründer der Gruppe Hundsblume. 2009 wurde er als Professor an die Wiener Universität für angewandte Kunst berufen. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Erich-Fried-Preis (1993), dem Eduard-Mörike-Preis (2000), dem Preis der Stadt Wien für Literatur (2003), dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis (2007) und dem Heinrich-Mann-Preis (2014). Werke u.a. Gebürtig. Roman (1992), Mein liebster Feind. Essays, Reden, Miniaturen (2004), Fremd bei mir selbst. Die Gedichte (2004), Mein mausklickendes Saeculum. Gedichte (2008), Man ist viel zu früh jung. Essays und Reden (2011), Der Kalte. Roman (2013).








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