Macht man sich so seine Gedanken über die Welt und die Gesellschaft, dann stellt sich Irritation ein. Egal ob es nun die von vielen gelesenen Gratisblätter sind, die Versprechungen der Marketingsabteilungen, die Gutmenschen, die uns in ihrem Sinne zu besseren Menschen umerziehen wollen oder die unendliche Verblödungsmaschinerie von Facebook und Konsorten – überall sieht man sich letzten Wahrheiten gegenüberstehen und nirgends entdeckt man eine kritische Urteilskraft.

Also was tun?

Vielleicht ist schon etwas getan, wenn man sich vor den Gerechten ängstigt, die Missionare flieht, die Konsequenten meidet, die Alleswisser hinterfragt. Denn ihnen allen fehlt eines: Selbstkritik und Zweifel. Wenn nicht mehr hinterfragt wird, dann wird vieles verschleiert und verschwiegen.

Klar, Aufklärung erfordert Arbeit und kritisches Denken. Das ist anstrengend, das erfordert Zeit, das macht die Dinge kompliziert. Literatur kann helfen, den Horizont zu erweitern. Halten wir uns z.B. ab und zu die Aufforderungen großer Autoren vor Augen.

Karl Kraus etwa, der nichts anderes als eine Trockenlegung des weiten Phrasensumpfes im Sinne hatte, Bert Brecht, der uns auffordert, nicht so romantisch zu glotzen oder auch Ingeborg Bachmann, die überzeugt war, dass die Wahrheit dem Menschen zumutbar ist, auch wenn sie schmerzt.

 

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Der Himmel ĂŒber Greene Harbor
Roman

von Dybek, Nick
Übersetzt von Frank Fingerhuth
320 Seiten; 211 mm x 132 mm
2013 Mare Verlag
ISBN 978-3-86648-160-2
Sofort verfĂŒgbar oder abholbereit
lagernd, Filiale Wiedner Hauptstr. 13


Preis: 20.50 EUR (inkl.USt.) 
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Hauptbeschreibung
Jeden Herbst lassen die MĂ€nner von Loyalty Island den grĂŒnen Nebel der Olympic-Halbinsel hinter sich und fahren auf die Beringsee hinaus. Der vierzehnjĂ€hrige Cal ist zu jung, um seinen Vater zu begleiten, aber alt genug, um zu wissen, dass sein Leben ? wie das aller Familien im Ort ? vom Schicksal der Krabbenfischer abhĂ€ngt. Er ist ebenfalls alt genug, um die Spannungen zwischen seinen Eltern zu spĂŒren ? ob er, Cal, in die Fußstapfen seines Vaters treten soll, ist ein wiederkehrender Streitpunkt ?, und auch das VerhĂ€ltnis seiner Mutter zu John Gaunt, dem Besitzer der Flotte, wirft Fragen auf. Dann stirbt John Gaunt: ein Schock fĂŒr Cals Mutter, aber auch eine handfeste Bedrohung fĂŒr die gesamte eingeschworene Gemeinschaft von Fischerfamilien. Denn nun soll Johns Sohn Richard die GeschĂ€fte ĂŒbernehmen, der als zynischer Außenseiter gilt und obendrein noch nie einen Fuß auf einen Kutter gesetzt hat. Als Cal zufĂ€llig ein GesprĂ€ch zwischen seinem Vater und zwei weiteren Fischern belauscht, beschleicht ihn ein Verdacht ? aber kann es wirklich sein, dass sie Richard aus dem Weg rĂ€umen wollen? Der Winter naht, Cals Verdacht erhĂ€rtet sich, und bald gerĂ€t sein moralischer Kompass massiv aus dem Takt.

Ein mitreißender und von der amerikanischen Presse gefeierter Roman ĂŒber VĂ€ter und Söhne, das Ende einer Kindheit, ĂŒber Verantwortung, LoyalitĂ€t ? und ĂŒber die Frage, was Menschen zu unmoralischem Handeln treibt.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Nick Dybek, geboren 1980 und aufgewachsen in Kalamazoo, Michigan, studierte in Ann Arbor an der University of Michigan. FĂŒr seine Kurzprosa wurde er bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Er lebt in New York City. ?Der Himmel ĂŒber Greene Harbor? ist sein erster Roman, dessen Übersetzungsrechte in mehrere LĂ€nder verkauft wurden.

Frank Fingerhuth, geboren 1947 in Hamburg, studierte Anglistik und Germanistik an der UniversitÀt Hamburg, wo er auch promoviert wurde. Von 1981 bis 1985 war er Redakteur beim Deutschsprachigen Dienst der BBC London, danach arbeitete er bis 2010 beim NDR, zunÀchst als Nachrichten-, spÀter als Kulturredakteur.





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