Macht man sich so seine Gedanken über die Welt und die Gesellschaft, dann stellt sich Irritation ein. Egal ob es nun die von vielen gelesenen Gratisblätter sind, die Versprechungen der Marketingsabteilungen, die Gutmenschen, die uns in ihrem Sinne zu besseren Menschen umerziehen wollen oder die unendliche Verblödungsmaschinerie von Facebook und Konsorten – überall sieht man sich letzten Wahrheiten gegenüberstehen und nirgends entdeckt man eine kritische Urteilskraft.

Also was tun?

Vielleicht ist schon etwas getan, wenn man sich vor den Gerechten ängstigt, die Missionare flieht, die Konsequenten meidet, die Alleswisser hinterfragt. Denn ihnen allen fehlt eines: Selbstkritik und Zweifel. Wenn nicht mehr hinterfragt wird, dann wird vieles verschleiert und verschwiegen.

Klar, Aufklärung erfordert Arbeit und kritisches Denken. Das ist anstrengend, das erfordert Zeit, das macht die Dinge kompliziert. Literatur kann helfen, den Horizont zu erweitern. Halten wir uns z.B. ab und zu die Aufforderungen großer Autoren vor Augen.

Karl Kraus etwa, der nichts anderes als eine Trockenlegung des weiten Phrasensumpfes im Sinne hatte, Bert Brecht, der uns auffordert, nicht so romantisch zu glotzen oder auch Ingeborg Bachmann, die überzeugt war, dass die Wahrheit dem Menschen zumutbar ist, auch wenn sie schmerzt.

 

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Die Waffenhändlerin
Roman

von Staal, Eva Maria
Übersetzt von Ilja Braun
256 Seiten
2013 Arche
ISBN 978-3-7160-2688-5
Sofort verfĂĽgbar oder abholbereit
lagernd, Filiale Wiedner Hauptstr. 13


Preis: 20.60 EUR (inkl.USt.) 
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Hauptbeschreibung
»We sell freedom« ? so lautet der Slogan von Maria und von Jimmy Liu. Die beiden sind Global Player des internationalen Waffenhandels. Zusammen verdienen sie Millionen, mit denen Jimmy jedoch immer häufiger rauschhafte Kasino-Abende und den Unterhalt seines jungen Geliebten finanziert. Zunächst hält Maria ihrem Boss den Rücken frei, fragt sich jedoch bald, warum und für wen sie immer wieder in den Krisenherden dieser Welt ihr Leben aufs Spiel setzt.
Packend, präzise und ohne jede Beschönigung erzählt Eva Maria Staal eine unglaubliche Geschichte, die ihre eigene ist. Es ist eine Geschichte, die die Frage nach Verantwortung stellt, nach der Trennbarkeit von Richtig und Falsch ? und die Frage, ob Freiheit ein Geschäftsmodell sein kan


Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Eva Maria Staal ist das Pseudonym einer Frau, die viele Jahre als Salesmanagerin für die Waffenindustrie arbeitete, bis sie eine Familie gründete und sich aus diesem Geschäft zurückzog. Die Waffenhändlerin wurde in den Niederlanden mit dem Schaduwprijs als bestes Spannungs-Debüt sowie mit dem Lucy B. en C. W. van der Hoogt-prijs der Gesellschaft für Niederländische Literatur ausgezeichnet.





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